Meilensteine der Schulentwicklung unserer Schule

 

 

Kurzer Rückblick:

 

Am 1. Oktober 1969 nahm die Fröbelschule in einem ersten Gebäude mit 5 Klassen den Schulbetrieb auf, dessen Räumlichkeiten schon bald nicht mehr ausreichten und eine Auslagerung einiger Klassen in das Gebäude des alten Kreiskrankenhauses Schorndorf zur Folge hatte.

 

Im Oktober 1974 öffnete dort der erste Sonderschul-Kindergarten für Kinder mit geistiger Behinderung des Rems-Murr-Kreises seine Pforten, die Schülerinnen und Schüler der Fröbelschule zogen in eine ehemalige Villa.

 

Die missliche Situation der auf unterschiedliche Standorte in Schorndorf verteilten Schule führte zur Planung eines neuen Gebäudes, das künftig alle Außenstellen unter einem Dach vereinen und auch einer Außenstelle der Sprachheilschule Waiblingen Räumlichkeiten bieten sollte. Eingebettet in das Gesamtkonzept eines großen Schulzentrums, das auch den Neubau der Kepler-Grund- und Hauptschule durch die Stadt Schorndorf vorsah, entstand daraufhin in einer Bauzeit von ca. 2,5 Jahren nach den Plänen der Stuttgarter Architektenbüros Arat/Haisch/Volz das Hauptgebäude der Fröbelschule. Geplant war das Schulgebäude zur Aufnahme von 45 Schülerinnen und Schülern in Unter-, Mittel- und Oberstufe. Werkstufenschüler besuchten zur damaligen Zeit die Fröbel-Schule in Fellbach-Schmiden.

 

Im März 1981 wurde das neue Schulhaus mit angegliedertem Kindergarten eingeweiht. Es verfügte über 8 Gruppenräume, Werkräume, einen zentralen Funktionsbereich mit Küche, Speisesaal und Mehrzweckraum, Schulverwaltungs- und Frühberatungsräume sowie eine Gymnastikhalle und ein Schwimmbad mit Hubboden.
Die besondere Bauweise, das Sichtklinkermauerwerk in Verbindung mit viel Holz und großen Fensterflächen sowie unterschiedlich hohen, schrägen und großen Räumen, trug und trägt zu einer warmen, fast wohnlichen Atmosphäre im Schulhaus bei und ist auch nach außen durch die strahlenförmig angeordneten Gebäudetrakte mit tief abfallenden Pultdächern sehr ansprechend geplant, was nicht zuletzt dem dafür zeichnenden Architektenbüro 1983 eine Preis-Plakette des Bundes Deutscher Architekten bescherte.

 

Im Februar 1992 erhielt die Fröbelschule mit der offiziellen Anerkennung auch als Schule für Körperbehinderte einen kleinen ersten Anbau mit neuen, den Bedürfnissen körperbehinderter Schüler entsprechenden sanitären Anlagen.

 

Steigende Schülerzahlen und der weite tägliche Anfahrtsweg für die Schüler jenseits der Oberstufe bis nach Fellbach-Schmiden ließen eine Erweiterung der Schule um eine Werkstufe nötig erscheinen.

 

 

Am 03.02.2004 wurde nach langjährigen provisorischen Übergangslösungen der Neubau im Rahmen einer mit vielen Veranstaltungen gefüllten Festwoche eingeweiht und seiner Nutzung übergeben.

Schulinterne „Meilensteine"


 

1. Kooperationen

Die Zusammenarbeit mit anderen Schule des östlichen Rems-Murr-Kreises sowie die Einbindung der Fröbelschule in die Kooperation der Schorndorfer Schulen ist einer der Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit. Viele Projekte der Begegnung zwischen Grundschülern und behinderten Schülern fanden vor allem zwischen 1989 und 2001 statt: Zahlreiche Theaterprojekte, gemeinsamer Musik- und Werkunterricht, vorweihnachtliches Basteln und Adventsfeiern sowie Aktionen im Rahmen der Schulpartnerschaft mit dem koreanischen Behindertenheims u.v.a.m.


Eine langfristige Zusammenarbeit besteht seit nunmehr 10 Jahren: mit der Karl-Friedrich-Reinhard-Hauptschule in Schorndorf vor allem zur jährlichen gemeinsamen Faschingsfeier in der Eishalle von Adelberg und seit 2007 in Form einer Intensivkooperation für eine ehemalige Außenklasse nach Rückführung in die Stammschule.

 

Kooperation in Form von „Schule und Verein" wird seit 1996 mit der SG Schorndorf praktiziert. Unter dem Motto „Erlebnisturnen" erhalten behinderte und nichtbehinderte Kinder im Schul- und Vorschulalter ein gemeinsames erlebnisorientiertes Bewegungsangebot in der Turnhalle der Fröbelschule.

 

 

Seit September 2003 arbeiten die Fröbelschule und die Jugendmusikschule Schorndorf eng zusammen. An einem Vormittag in der Woche erhalten dort von den Musiklehrern während der Unterrichtszeit nacheinander 16 Schülerinnen und Schüler in 2 Gruppen allein, in Kleingruppen oder im gemeinsamen Zusammenspiel.


 

2. Außenklassen

Im Schuljahr 1999/2000 wurde die erste Außenklasse der Fröbelschule an der Kepler-Schule eingerichtet. Sah die Konzeption zu Beginn vor, eine Außenklasse nach zwei Jahren gemeinsamen Unterrichts mit ihrer Partnerklasse wieder an die Fröbelschule zurückzuführen, wurde diese Konzeption bald überarbeitet zugunsten einer sich über die gesamte 4jährige Grundschulzeit erstreckenden gemeinsamen Unterrichtung.
Heute kooperieren 2 Außenklassen mit der Grundschule der Keplerschule in den Jahrgangsstufen 1-4.


 

3. Partnerschaften

1987 wurde ein Partnerschaftsvertrag mit der südkoreanischen Einrichtung „Ai Kwang Won"
unterzeichnet. Seither findet ein regelmäßiger pädagogischer Austausch in Form von gegenseitigen jährlich wechselseitigen Mitarbeit im Unterricht und der Lehrerfortbildung statt. 2008 ist zum ersten Mal auch ein Schüleraustausch möglich.


4. interne Schulentwicklung

Die Fröbelschule hat im Schuljahr 2007/2008 15 Klassen mit 90 Schülerinnen und Schülern.
Sie beteiligt sich seit dem Schuljahr 2006/2007 als Projektschule an der Erprobung und Umsetzung der Vorgaben des neu entstehenden Bildungsplans für die Schulen für Geistigbehinderte.


Im Zuge der Erprobungsphase wurden die Stufen an der Schule nach den Vorgaben des neuen Bildungsplans neu organisiert: Auf eine 4-jährige Unterrichtszeit in der Grundstufe folgt für Schülerinnen und Schüler ein auf 5 Schuljahre angelegter Zeitraum in der Hauptstufe. Danach findet in der 3-jährigen Übergangsstufe ein Unterricht statt, der die Schülerinnen und Schüler auf die Arbeit, das Wohnen und Leben nach der Schule vorbereitet.


2006 wurde an der Fröbelschule im Vorgriff auf die Schwerpunkte dieser neuen Übergangsstufe die Schülerfirma „avanti" gegründet, um das Lernen lebens- und praxisnaher gestalten zu können: Waschen, Bügeln, Nähen, Flicken, kleine Reparaturarbeiten, Reifenwechsel, Gartenarbeit, Catering und Backservice sind Dienstleistungen, die 16 Schülerinnen und Schüler für Jedermann anbieten; daneben werden Geburtstagsfeiern ausgerichtet und es gibt ein Kunst-Leasing selbst gefertigter Werke.


5. Ökumene

 

Am 16.07.2007 gab es eine bundesweite Besonderheit: Erstmals konnten Jugendliche der Fröbelschule in einem gemeinsamen Gottesdienst Firmung und Konfirmation empfangen, nachdem sie im Rahmen des konfessionsübergreifenden Religionsunterrichts ein Jahr lang auf dieses Fest vorbereitet wurden. Das wird nun den nachfolgenden Jugendlichen regelmäßig jährlich erneut angeboten.

 

 

 

 

 

letzte Aktualisierung dieser Seite 21.02.2011

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